Tönnies rudert zurück: Reduzierung des angekündigten Preisabzugs für Betriebe der Salmonellen-Kategorie III

Tönnies hat in einem Schreiben an seine Lieferanten mitgeteilt, dass der angekündigte Preisabzug für Schlachtschweine aus Betrieben der Salmonellen-Kategorie III von anfänglichen 3 Cent/kg Schlachtgewicht auf 1,5 Cent/kg Schlachtgewicht reduziert wird. Betroffen seinen allerdings lediglich die liefernden Betriebe, die einen Maßnahmenplan zur Bemühung des Erreichens einer besseren Salmonellen-Kategorie Tönnies zukommen lassen. Betriebe, die davon betroffen sind, wird nahegelegt mit fachkundigen Zuständigen in Kontakt zu treten um notwendige Maßnahmen festzulegen.

Nachdem vergangene Woche Tönnies den ersten Schritt gemacht hat, wird davon ausgegangen, dass viele Schlachtbetriebe dem Beispiel Tönnies folgen werden und Preisabschläge für Schlachtschweine der Katergorie III abziehen. Langfristig gesehen, müssen alle betroffenen Mäster, in Kooperation mit Tierärzten und Beratern, eine bessere Salmonellen-Kategorie erreichen, damit ihre Arbeit gerecht entlohnt wird.

von |Januar 27th, 2015|aktuelles|Kommentare deaktiviert für Tönnies rudert zurück: Reduzierung des angekündigten Preisabzugs für Betriebe der Salmonellen-Kategorie III|

3 Cent/kg Schlachtgewicht Abzug für Salmonellen-Kategorie-III-Betriebe bei Tönnies

Startschuss ist der 9. Februar 2015: Marktführer Tönnies wird ab dem 9. Februar an Schweinemäster 3 Cent/kg Schlachtgewicht weniger zahlen, wenn deren Schweine in die Salmonellen-Kategorie-III eingestuft werden. Diese Schmälerung des Verkaufserlöses entspricht etwa 3€/Tier. Für viele Schweinemäster reiht sich diese Meldung hinter die zahlreichen Negativmeldungen der vergangenen Monate ein. Mastbetriebe ohne Kategorie werden demnach genauso behandelt wie Kategorie-III-Betriebe.

 

Nachdem seit Beginn des Antikörper-Monitorings vor gut zehn Jahren ging der Anteil der Kategorie-II- und Kategorie-III-Betriebe deutlich zurück, weil viele kleinere Mäster aufgrund des Kostenfaktors, der durch das Gesundheitsmanagement entstand, gezwungen waren aus der Mast auszusteigen. In den letzten zwei Jahren hat sich allerdings der Anteil der Kategorie-II- und Kategorie-III-Betriebe wieder auf ca. 30% erhöht.

 

Das Problem der Kategorie-II- und Kategorie-III-Betriebe beginnt im logistischen Bereich. Tiere der Kategorie-III dürfen nicht mit anderen Tieren im Schlachtbetrieb verarbeitet werden. Deshalb werden Kategorie-III-Tiere separat abgeholt und getrennt geschlachtet. Hinzu kommt, dass die Schlachtbetriebe ihren Kunden teilweise zusagen müssen, nur Kategorie-I-Tierfleisch für die hergestellten Waren zu verwenden. Dieses Eingeständnis bringt logistische Probleme mit sich, die wiederum zu erhöhten Kosten führen.

 

Jedes Unternehmen geht mit dieser Problematik anders um: Manche Unternehmen akzeptieren nur Kategorie-I-Tiere, andere Unternehmen gestatten nur Kategorie-III-Tiere aus langjährigen Lieferbeziehungen und lehnen neue Lieferanten ab. Wiederum andere Unternehmen schlachten Kategorie-II- und Kategorie-III-Tiere nur an bestimmten Wochentagen um den logistischen Problemen teilweise aus dem Weg zu gehen. Tönnies zahlt den Schweinemästern der Salmonellen-Kategorie-III 3 Cent/kg Schlachtgewicht weniger. Andere Schlachtbetriebe werden wahrscheinlich diesem Beispiel folgen, da sie davon ausgehen, dass sie vermehrt mit Schweinen der abgewiesenen Kategorie beliefert werden.

 

Für Mäster bedeutet das folgendes: Regelmäßige Kontrollen müssen durchgeführt werden um eventuelle schlechte Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und um aktiv gegensteuern zu können. Schweinemäster mit Kategorie-III-Beständen werden jetzt gezwungen langfristig von diesem Status wegzukommen, um [...]

von |Januar 22nd, 2015|aktuelles|Kommentare deaktiviert für 3 Cent/kg Schlachtgewicht Abzug für Salmonellen-Kategorie-III-Betriebe bei Tönnies|

Russland lockert Importverbot für EU-Schweinefleisch

Russland hat das Importverbot für EU-Schweinefleisch gelockert. Für Viele ist diese Lockerung eine Überraschung. Laut Agri.Eu dürfen wieder Lebendschweine, sowie Innereien und Fett nach Russland geliefert werden. Russische Veterinäre hatten einer solchen Vereinbarung zugestimmt.

Das Importverbot wurde Anfang 2014 von Moskau ausgesprochen. Grund dafür waren mehreren Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa. Laut Schätzungen der französischen Regierung beläuft sich der Schaden der eigenen Wirtschaft, ausgelöst durch das Importverbot Russlands, auf rund 500 Mio. Euro. Andere Länder wie Italien und Dänemark haben ähnliche Vereinbarungen mit Moskau getroffen.

Für deutsche Schweinehalter dürfte der Markt leider weiterhin gesperrt bleiben. Grund dafür ist das Nachbarland Polen, wo regelmäßig Fälle der Afrikanischen Schweinepest auftreten. So kann es zu entsprechenden Verhandlungen gar nicht erst kommen. Der Preis wird allerdings auch für hiesige Schweinehalter wahrscheinlich positiv verändern, da die Märkte und Preise innerhalb der EU sehr eng zusammenhängen.

von |Januar 21st, 2015|aktuelles|Kommentare deaktiviert für Russland lockert Importverbot für EU-Schweinefleisch|

Verlustgeschäft Schweinemast

Exportmöglichkeiten begrenzt – keine Besserung in Aussicht

Es wird auch im Januar nicht besser am Markt für Schlachtschweine. Im Moment lassen sich Schweine sehr schwer vermarkten, trotz hoch bleibender Schlachtzahlen. Der Abwärtstrend begann bereits Mitte 2014. Die Notierung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaft für Vieh und Fleisch (VEZG) fiel von Juni 2014 bis Januar 2015 von 1,70 €/kg auf 1,28 €/kg. Das ist ein Preisverfall von knapp 25%. Bei solchen Zahlen muss man nicht extra erwähnen, dass die Schweinemast für viele Betriebe derzeit ein Verlustgeschäft darstellt. Im europäischen Vergleich sieht es allerdings für die deutschen Mäster besser aus als für den Rest. Bei Betrachtung der Durchschnittszahlen für das Jahr 2014 liegt der von den heimischen Erzeugern erzielte Preis bei 1,58 €/kg ( 8% weniger als 2013). Der EU-Durchschnitt lag 2014 bei 1,56 €/kg (11% weniger als 2013).

Derzeit kann keiner eine zufriedenstellende Prognose für die nächsten Monate in Aussicht stellen. Der Markt bleibt überversorgt. Dabei darf man sich nicht von dem leichten Rückgang der Sauen- und Ferkelbestände täuschen lassen. Denn dem Rückgang an Sauen- und Ferkelbestände steht ein schwächelnder Eurokurs und das andauernde Importembargo in Russland entgegen. Die Mäster können nur darauf hoffen, dass in Süd- und Osteuropa, China oder den Philippinen die Nachfrage nach EU-Schweinefleisch steigt.

von |Januar 21st, 2015|aktuelles|Kommentare deaktiviert für Verlustgeschäft Schweinemast|

Flächennutzung in Deutschland

2013 betrug die Landwirtschaftsfläche 186.193 Quadratkilometer. Das sind 52,1 Prozent der Bodenfläche Deutschlands. Diese Fläche schrumpft täglich um ca. 73 Hektar und wird in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt, die momentan etwa 48.482 Quadratkilometer beträgt, also in etwa 13,6 Prozent der Bodenfläche Deutschlands. 30,6 Prozent der Bodenfläche Deutschlands ist Waldgebiet. Somit sind etwas über 80 Prozent der deutschen Bodenfläche naturnah gestaltet.

©Situationsbericht 2015-Gr21-8

von |Januar 12th, 2015|aktuelles|Kommentare deaktiviert für Flächennutzung in Deutschland|

Schweinebestände in Deutschland

Nach Zählungen des Statistischen Bundesamtes standen im Monat November 2014 rund 28,2 Millionen Schweine in deutschen Schweineställen. Das ist ein Anstieg von 0.4 Prozent im Vergleich zu der Zählung von 2013. Insgesamt ist seit 2004 der Bestand an Schweinen um rund 8% von 26,2 Millionen Tieren gestiegen. Nach zuletzt kräftigen Wachstum, flachte es in diesem Jahr eher ab. Die meisten Tiere gibt es nach wie vor in Niedersachsen (8,8 Mio.), Nordrhein-Westfalen (7.3 Mio.) und Bayern (3,4 Mio.). Das Wachstum war in Baden-Württemberg (1,8 %), Schleswig-Holstein (1,6 %) und Bayer und Niedersachsen (jeweils 0,9 %) am größten. Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen Rückgang im Schweinebestand von etwa 1%.

von |Januar 12th, 2015|aktuelles|Kommentare deaktiviert für Schweinebestände in Deutschland|

Tierwohl-Initiative: Schweinehalter können bis zu 9 Euro pro Tier erhalten

Ab dem 1. Januar 2015 zahlen die großen Lebensmittelhandelsunternehmen Aldi Nord/Süd, Edeka, Netto, Rewe, Penny, Kaisers Tengelmann, Real, Lidl und Kaufland, verpflichtend für 3 Jahre, in den Tierwohl-Fond ein. Es werden 4 Cent pro verkauftes Kilogramm Schweinefleisch eingezahlt. So sollen schätzungsweise 64 Millionen Euro im Jahr 2015 in den Fond fließen. Von diesem Geld können die teilnehmenden Schweinehalter einen finanziellen Zuschuss von minimal 3 Euro bis maximal 9 Euro erhalten. Anmeldezeitraum und Kriterienkatalog für die Teilnahme und detaillierte Informationen erhalten sie hier.

von |Dezember 4th, 2014|aktuelles|Kommentare deaktiviert für Tierwohl-Initiative: Schweinehalter können bis zu 9 Euro pro Tier erhalten|

EuroTier 2014

Was für manche Weihnachten im Jahr ist, war für uns die EuroTier 2014, die Leitmesse für Tierhaltungs-Profis schlechthin. Um die wichtigsten vier Zahlen zu nennen: 49, 2.360, 30.000 und 156.000. 2.360 Aussteller aus 49 Ländern mit 30.000 ausländischen Besuchern und einer Gesamtbesucheranzahl von 156.000. Und mittendrin waren wir mit unserem Messestand. Man kann es sich schon denken, wir haben es nicht geschafft mit jedem Einzelnen zu reden, dennoch wir sind dankbar, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben. Nach den zahlreichen und ausgiebigen Gesprächen, die wir dieses Jahr mit Ihnen geführt haben, sind wir hochmotiviert und freuen uns auf das nächste Aufeinandertreffen. Übrigens steht das Datum für die EuroTier 2016 schon fest: 15. bis 18. November 2016. Haben Sie Zeit? Wir werden da sein!

von |November 24th, 2014|aktuelles|Kommentare deaktiviert für EuroTier 2014|

Fachforum Schwein 2014

Am Dienstag, 4. Februar 2014, fand bereits zum sechsten Mal die überregionale Tagung „Fachforum Schwein“ der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in der Münsterlandhalle in Cloppenburg statt. Die Veranstaltung bot Schweinehaltern der gesamten nordwestdeutschen Veredelungsregion die Möglichkeit, sich über aktuelle Themen der Schweineproduktion zu informieren und miteinander zu diskutieren. Mit großer Resonanz präsentierte sich auch die agrenius GmbH als Aussteller auf dieser Veranstaltung und konnte viele gute Kontakte mit den Besuchern pflegen.

von |Februar 7th, 2014|aktuelles|Kommentare deaktiviert für Fachforum Schwein 2014|