Exportmöglichkeiten begrenzt – keine Besserung in Aussicht

Es wird auch im Januar nicht besser am Markt für Schlachtschweine. Im Moment lassen sich Schweine sehr schwer vermarkten, trotz hoch bleibender Schlachtzahlen. Der Abwärtstrend begann bereits Mitte 2014. Die Notierung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaft für Vieh und Fleisch (VEZG) fiel von Juni 2014 bis Januar 2015 von 1,70 €/kg auf 1,28 €/kg. Das ist ein Preisverfall von knapp 25%. Bei solchen Zahlen muss man nicht extra erwähnen, dass die Schweinemast für viele Betriebe derzeit ein Verlustgeschäft darstellt. Im europäischen Vergleich sieht es allerdings für die deutschen Mäster besser aus als für den Rest. Bei Betrachtung der Durchschnittszahlen für das Jahr 2014 liegt der von den heimischen Erzeugern erzielte Preis bei 1,58 €/kg ( 8% weniger als 2013). Der EU-Durchschnitt lag 2014 bei 1,56 €/kg (11% weniger als 2013).

Derzeit kann keiner eine zufriedenstellende Prognose für die nächsten Monate in Aussicht stellen. Der Markt bleibt überversorgt. Dabei darf man sich nicht von dem leichten Rückgang der Sauen- und Ferkelbestände täuschen lassen. Denn dem Rückgang an Sauen- und Ferkelbestände steht ein schwächelnder Eurokurs und das andauernde Importembargo in Russland entgegen. Die Mäster können nur darauf hoffen, dass in Süd- und Osteuropa, China oder den Philippinen die Nachfrage nach EU-Schweinefleisch steigt.